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Schnellboot Wiesel
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Aufbauend auf den Erfahrungen mit den Schnellbooten der ehemaligen Kriegsmarine, entstanden 1957 die ersten Boote für die neu aufgestellte Bundesmarine. Dabei handelte es sich um Boote der SEESCHWALBEN-Klasse. In den weiteren Jahren erfolgte die Entwicklung der JAGUAR-Klasse (Klasse 140) und SEEADLER-Klasse (Klasse 141).

In den Jahren 1961 bis 1963 entsanden dann die Boote der ZOBEL-Klasse (Klasse 142). Insgesamt zehn Boote wurden gebaut. In den Jahren 1972 bis 1976 wurden die Boote der Klassen 140 und 141 außer Dienst gestellt bzw. an befreundete NATO-Partnerstaaten verkauft.

Das Schnellboot Wiesel der Bundesmarine gehört zur Reihe der ZOBEL-Klasse (142). Die Aufbauten bestanden aus Leichtmetall, lediglich die Brücke war leicht gepanzert. Durch einen veränderten Brückenaufbau wurde aber die Fahrt unter ABC-Schutz möglich, für den ein Filter und eine Belüftungsanlage eingebaut wurden. Zusätzlich bot das größere Brückenhaus Platz für die erweiterte Elektronik. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal war die Ausstattung mit einer verbesserten Radaranlage. Diese war durch eine kugelförmige Radarkuppel erkennbar. Außerdem kam ein leicht veränderter Motortyp zum Einsatz.

Die Bewaffnung bestand zunächst aus vier Torpedorohren für ungelenkte Torpedos mit dem Durchmesser 53,3 cm für die drei Ersatztorpedos mitgeführt wurden. Anstatt der beiden hinteren Torpedorohre konnten Schienen zum Legen von Minen montiert werden. Zudem waren zwei 40 mm Flakgeschütze in offenen Ständen auf dem Vorschiff und achtern montiert. Diese konnten auch über einen Artillerieleitstand hinter der Brücke zentral gelenkt werden. Ab 1970 wurden die die vier nach vorn gerichteten Torpedorohre gegen zwei nach achtern gerichtete Rohre für drahtgelenkte Torpedos ausgetauscht.

Bei allen deutschen Schnellbootkonstruktionen wurden für den Bau des Schiffskörpers nichtmagnetisierbare Materialien verwendet, um eine Gefährdung durch Grundminen zu verhindern. Die Bootskörper wurden in sogenannter Kompositbauweise hergestellt. Dabei wird die Außenhaut aus einer schichtweise verleimten Holzbeplankung auf Leichtmetallspanten aufgebracht. Gegenüber der Metallbauweise wird bei geringerem Gewicht eine höhere Festigkeit und Elastizität der Außenhaut erreicht.
Schnellboot Wiesel
Technische Daten:
  • Länge: 42,5 m
  • Breite: 7,1 m
  • Tiefgang: 2,2 m
  • Einsatzverdrängung: 235 t
  • Besatzung 39 Mann, 4 Offiziere, 17 Unteroffiziere, 18 Mannschaften
  • Antrieb: 4 Motoren mit je 20 Zylindern und einer Gesamtleistung von 14.000 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 42 Knoten.
  • Reichweite: (bei 35 kn) 900 Seemeile
  • Sensoren: HSA M20 Feuerleitradar
  • Bewaffnung:4 533 mm Torpedorohre (max. 7 Torpedos), 2 40 mm - Bofors-Geschütz, (Bofors), bis zu 23 Minen, Wurfschienen optional für hintere Torpedorohre umrüstbar
Schnellboot Wiesel
Einsatzgebiete:
  • Während des kalten Krieges war es Aufgabe der Boote die Ostseezugänge zu sperren und die Küsten gegen Landungskräfte zu schützen. Die Boote der Zobel-Klasse bildeten das 7. Schnellbootgeschwader und waren die meiste Zeit in Kiel beheimatet. Anfang der 1980er Jahre wurde die Zobel-Klasse durch die Seezielflugkörperschnellboote der Gepard-Klasse ersetzt. Sieben Boote wurden nach Generalüberholung an die Türkische Marine übergeben. Dort wurden diese aber nicht wieder in Dienst genommen, sondern als Ersatzteilträger für die ab 1971 in der Türkei für den Eigenbedarf in Lizenz gebauten, Boote nach und nach abgebrochen.
Schnellboot Wiesel
Schwesterschiff(e):
  • P6092 Zobel
  • P6094 Dachs
  • P6095 Hermelin
  • P6096 Nerz
  • P6097 Puma
  • P6098 Gepard
  • P6099 Hyäne
  • P6100 Frettchen
  • P6101 Ozelot
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Bilder vom Vorbild:
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