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Feuerlöschboot Düsseldorf
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Die Landesregierung NRW beschloss 7 kleine und 3 grose Boote bauen zu lassen. Die kleinen Boote, ganz aus Aluminium, wurden den Städten Bonn, Wesseling, Krefeld, Wesel, Rees, Emmerich und Minden übergeben. Diese Boote sind inzwischen ausgemustert und durch Neubauten ersetzt worden. Die grossen Boote: Köln, Düsseldorf und Duisburg blieben Eigentum des Landes und wurden den Städten zur Verfügung gestellt, welche für die Unterhaltung und die Besatzung zu sorgen haben. Somit können diese Boote überörtlich in ganz NRW eingesetzt werden. Bei diesen Booten besteht der Rumpf aus Stahl, Deck und Aufbauten aus Aluminium. Das Feuerlöschboot Düsseldorf wurde am 6.8.1963 mit der Bau Nr. 169 von der Rheinwerft Mainz-Mombach nach Düsseldorf überführt.

Auf Grund ständig steigender Transporte von feuergefährlichen und explosiven Gütern, sowie der zunehmenden Personenschiffahrt, mußten die Boote eine umfangreichere Ausrüstung und dadurch bedingt eine größere Tragfähigkeit und Schnelligkeit erhalten. Diese hierzu notwendigen Werte wurden von der Binnenschiffahrtsversuchsanstalt in Duisburg ermittelt. Das erste Boot, welches umgebaut wurde, war FLB Köln. Danach folgte FLB Duisburg.

Am 28.9.1979 wurde das Boot Düsseldorf zur Ruhrorter Schiffswerft (Krupp) überführt, wo die Verlängerung und Modernisierung vorgenommen wurde. Während dieser Zeit wurde das FLB Duisburg an Düsseldorf ausgeliehen. Auf der Werft wurden die Antriebsmotoren und Aggregate überholt. Ein Teil der Rohrleitungen und die gesamte elektrische Anlage wurde auf Grund der Überalterung erneuert. Am 7.3.1980 wurde das FLB Düsseldorf wieder in Dienst genommen.

  • Im Jahre 1969 wurde die blaue Seitenflagge gegen eine klappbare Tafel ausgewechselt.
  • 1970 wurden die großen 250mm Saugschläuche ausgemustert, da sie sich im Einsatz als zu unhandlich erwiesen hatten. Statt dessen wurde ein Übergangsstück auf 2 x A (110mm) verwendet.
  • Im September 1972 wurde das Decca Radar mit seiner Parabolspiegelantenne gegen eine Kelvin Huges Anlage mit Schlitzstrahlerantenne ( 2,30m breit ) ausgetauscht.
  • Der handbediente Suchscheinwerfer wurde 1974 gegen einen elektrisch fernbedienten Halogen-Doppelscheinwerfer mit 2 x 500 Watt ausgetauscht.
  • Im Rahmen einer Werftliegezeit im Herbst 1975 in Mainz-Mombach wurden die Hauptmotoren ausgebaut und im Herstellerwerk in Kassel generalüberholt.
  • Am 6.11.1975 wurde dem FLB Düsseldorf die amtliche Schiffsnummer 4402440 verliehen, welche über den Türen zum Ambulanzraum angebracht sind.
  • Ebenfalls im November 1975 wurden die teilweise schon morschen Holzroste um die Wenderohre gegen Metallgitterroste ausgewechselt.
  • Die Anker und Ketten wurden im Mai 1977 gegen D'Hone Spezial-Klippanker von je ca. 175 kg. gewechselt.


Seit dem Umbau sind folgende Teile neu:

  • Hilfsdiesel MAN 108 kW bei 1500 U/min mit Generator 120 KVA.
  • Elektrische Ankerwinde.
  • 2 Kombi-Schaum-Wasserwerfer mit je 5000 l/min. auf dem Vordeck und dem Steuerhausdach.
  • Vorn Reeling mit Ketten zum Aushaken, Achtern feste Reeling als Schleppbügel.
  • Vor dem Steuerhaus Hydraulikkran Typ ATLAS AK 4002V,
  • Tragkraft: bei 3,85m Ausladung: 2140 Kg, bei 10,3m Ausladung: 650 Kg.
  • Beiboot DORY aus Kunststoff mit 35 PS Außenborder.
  • Neue kleine Positionslaternen.
  • 2 Blaulichter auf der Mastrah.
  • Gangbordbeleuchtung.
  • Flutlichtmast achtern mit 4 Strahlern, zu je 2000 Watt, auf 6m Höhe ausfahrbar.
  • Elektronisches Radarhorn (Typhon).
  • Überdruckanlage für folgende Räume:
  • Maschinenraum, Steuerhaus, Bedienungsraum und Ambulanzraum.
  • Steckdosenkasten vorn hinter dem Kran, achtern auf dem Ambulanzraumdach.
  • Flächenbeschäumungsanlage auf dem Achterdeck.
  • Seitliche Aufschrift F E U E R W E H R.
  • Fenster im Ambulanzraum nicht mehr zum Öffnen.
  • Auer Ex-Alarmanlage.- Normal nicht sichtbar: geteilte Antriebswellen.


Alles in allem kann gesagt werden, daß die Modernisierung sich vorteilhaft ausgewirkt hat. Das Boot kommt, durch geringeren Tiefgang, schneller in Gleitfahrt. Die großen elektrischen Tauchpumpen, mit dem Kran in Stellung gebracht, sind schneller und leistungsfähiger als Saugschläuche, welche erst gekuppelt werden müssen. Und oft genug saugt die Pumpe nicht sofort an. Das Beiboot mit 35PS ist schneller und wendiger als früher der Alunachen mit Ruder oder 6PS Außenborder. Auch wird der Anker heute öfters benutzt, weil mit der elektrischen Ankerwinde der Anker schneller eingeholt ist. Nachteilig ist allerdings, daß sich die Sicht für den Rudergänger nach vorn durch den Kran und nach achtern durch die Lüfter der Überdruckanlage verschlechtert hat.

Ende der 80er Jahre wurde es immer deutlicher, daß die alten Henschel Motoren ihre Verschleißgrenze erreicht hatten. Nach langen Untersuchungen, Beratungen und Genehmigungsverfahren wurde das Boot am 18.11.1991 zur Meidericher Schiffswerft überführt um dort die Neumotorisierung durchzuführen.

Dazu wurde an Bb.-Seite ein Stück der Bordwand und des Gangbordes herausgetrennt und die alten Motoren und Fahrgetriebe ausgebaut. Dann wurden für die neuen Motoren und Getriebe die Fundamente und etliche Rohrleitungen umgeändert, und die neuen Motoren und Fahrgetriebe eingebaut. Die Kühlung wurde auch verändert. Jetzt sitzen Tauchkühler im Seekasten. Eine neue Auspuffanlage mit großen Schalldämfern im Stauraum wurde ebenfalls neu eingebaut. Die alten 3-flügeligen Antriebspropeller wurden gegen neue 4-flügelige ausgetauscht, um die höhere Antriebsleistung auch in Geschwindigkeit umzusetzen.

Nach umfangreichen Test- und Erprobungsfahrten wurde das Löschboot Düsseldorf am 18.2.1992 wieder in Dienst genommen. Während dieser Werftliegezeit wurde auch ein neues Tageslichtradar und ein neues Funkgerät Schiff-Schiff ( Kanal 10 ) eingebaut.

Im Laufe des Jahres 1995 gab es mit den Feuerlöschpumpen Probleme, entweder liefen die Lager heiß oder die Pumpen verloren viel Wasser je nachdem wie man die Packungen anzog. Am 15.8.1995 wurde die Bb.-Pumpe ausgebaut und ins Werk zur Überholung gebracht. Dort stellte man fest, daß sämtliche Teile total ausgeschlagen waren. (Die Pumpen liefen 33 Jahre ohne Reparatur). Da die Reparatur erheblich teurer gekommen wäre wie neue Pumpen, wurden 2 neue Pumpen bestellt. Diese wurden im April 1996 eingebaut. Ebenso wurde die Hochdruckpumpe (Schnellangriff) erneuert.
Feuerlöschboot Düsseldorf
Technische Daten:
  • Länge ca.: 34 m
  • Breite: 6,30 m
  • Tiefgang: 1,30 m
  • Vedrängung: 98 t
  • Antrieb: 2 x MTU, 785 kW bei 1900 U/min. Ges.: 2134 PS
  • Geschwindigkeit: ca. 40 km/h
  • Löschleistung: 2 Pumpen mit je 5000 l/min bei 12,5 bar
  • Lenzleistung: inkl. Tauchpumpen 20000 l/min
  • Schaumleistung: 150 m³/min
  • Generatorleistung: 122 kVA = 98 kW, 380 V
  • Generatormotor: MAN 108 kW bei 1500 U/min, 11,4 l Hubraum
  • Bugstrahlruder: 55 kW, 530 mm Durchmesser
  • Fahrgetriebe: 2xZF BW 250
  • Pumpengetriebe: 2xZF BW 100
  • Antriebspropeller: 1150 mm Durchmesser, 4-flügelig
  • Baujahr: 1963
  • Umbau, Verlängerung: 1980
Feuerlöschboot Düsseldorf
Einsatzgebiete:
  • Diese werden Boote überörtlich in ganz NRW eingesetzt.
Feuerlöschboot Düsseldorf
Schwesterschiff(e):
  • Köln
  • Duisburg
Feuerlöschboot Düsseldorf
Weiterführende Link(s):
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